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von 0 auf Ironman ::von Wolfgang::

Ironman --- eine tolle Erfahrung --- ein ganz besonderer Tag --- oder wie Ralf schrieb: „von 0 auf Ironman“

Wolfgang

Nachdem ich jetzt in der Vorbereitung schon einige tolle Wettkämpfe absolvieren konnte, war es am Sonntag 07.08.2011 endlich soweit, mein erster Ironman stand an.
Getroffen habe ich die Entscheidung beim Ironman zu starten, als bekannt wurde, dass Regensburg Austragungsort für dieses Rennen ist. Hier war mir aber schnell klar, dass die erste Auflage für mich viel zu früh kommt. Also richtete ich meine Vorbereitung auf den 07.08.2011 aus. In Hinblick auf diesen Termin wollte ich 2010 beim Steinberger See Wettkampf und beim Regensburg Marathon Erfahrungen über lange Distanzen sammeln. Jedoch erwiesen sich diese beiden Wettkämpfe wegen des viel zu hohen Durchschnittspulses als völlig aussichtslos,  sodass ich hier statt Erfahrungen nur DNFs gesammelt habe. Nach diesen beiden Wettkämpfen war mir klar, dass etwas extrem falsch lief. Hier merkte ich, dass ich es ohne kompetente Hilfe nicht schaffen würde die Ziellinie beim Ironman zu sehen. Aus diesem Grund hab ich mich dann über Matthias an Ralf gewandt. Ab diesem Zeitpunkt (1.Oktober 2010) befand sich meine Vorbereitung dann auf dem richtigen Weg. Durch konstantes Training konnte ich meine Leistung in allen 3 Teildiziplinen deutlich steigern. Ab Mitte Mai merkte ich dann deutlich, dass sich das Grundlagentraining des Winters auszahlte und ich bei einigen Starts schon erstaunliche Ergebnisse einfahren konnte. Nachdem dann auch im Juni die Mitteldistanz in Steinberg ohne große Probleme ablief, war ich selbstbewusst und glaubte nun auch an meine Chance beim Ironman. Beeindruckend waren für mich meine Fortschritte vorallem beim Schwimmen (Danke Done!) und dem konstant super Wechsel vom Rad zum Laufen. Stück für Stück stellten sich aber auch Fortschritte beim Laufen ein. Auf dem Rad habe ich auch Fortschritte gemacht, jedoch waren diese schwer zu messen, da ich hier nur wenig an Geschwindigkeit gewonnen habe, aber einfach generell ausdauernder wurde und meinen Pedaldruck länger aufrecht erhalten konnte. Die letzten langen Trainingseinheiten vor dem großen Tag waren dann mehr als erfolgreich, sodass ich hier nochmal Selbstvertrauen tanken konnte. Als nächster Schritt stand die Taperphase an, in der ich eigentlich 50% der Tage ein mieses Körpergefühl hatte und langsam schon nervös wurde, ob ich den am Tag X überhaupt gut drauf sein würde. Zum Glück fühlte ich mich Freitag und Samstag wieder richtig wohl, sodass ich dann auch am Wettkampfmorgen ein gutes Körpergefühl hatte und bereit war! War echt toll, wie Ralf mein Training bis zu dem Zeitpunkt geplant hatte und mir immer wieder versicherte:  „Du bist gut drauf und super vorbereitet!“

Der längste Tag

So richtig los ging es für mich, als ich die Nationalhymne hörte. Für mich war das der bewegenste Moment des Tages, weil hier einfach noch die Unsicherheit groß war, was alles auf mich zukommen würde. Kann ich meine Renneinteilung einhalten? Komm ich mit dem Regen und der Frische auf der Radstrecke zurecht? Halten die Beine auch über 180km? Wie komme ich ins Laufen? Und vor allem: Wie weit kann ich Laufen?

Schwimmen

Unglaublich gut, bin ganz entspannt aus dem Wasser gestiegen und fühlte mich sehr gut. Hier konnte ich mir dann ein permanentes Grinsen in der Wechselzone nicht verkneifen, als ich zum ersten Mal auf meinen Pulsmesser schaute. Ich war bereit für den Rest des Tages!

Radfahren

Ich war so gut geschwommen, dass ich viel zu weit vorne aus dem Guggi gestiegen bin, sodass ich dann auf den ersten 15km nur überholt wurde und schon langsam Angst bekam, ob jetzt nicht bald der Besenwagen hinter mir herfahren würde...! Nach circa 60km merkte ich, dass ich jetzt plötzlich mithalten konnte und dass viele langsam aber sicher zu kämpfen hatten. Hier entschied ich mich dann an mein eigentliches Tempo ranzugehen. Hier begann ich dann auch einige Athleten einzusammeln. Das Tempo konnte ich dann bis km 160 halten, womit ich schon mehr als zufrieden war. Die letzten 20km hab ich mich dann erholt und versucht mich für den Lauf vorzubereiten. Hier hatte ich wie im Training dann schon eine ziemliche Belastung gespürt, wobei ich eigentlich trotzdem immer super ins Laufen gekommen bin,....

Laufen

...so auch im Wettkampf! Jetzt liefs, bis km 25 lief der Wettkampf einfach super. Ich musste mich wenig anstrengen sondern konnte meine Trainingsleistungen mehr als erreichen. Ab km 25 war es dann fordernd, hier begann langsam die harte Zeit für mich. Ich konnte mich bis km 34 durchkämpfen, musste aber dann die nächsten 5 km zwischen Gehen und Laufen wechseln, konnte die letzten beiden km dann nochmal bis ins Ziel beschleunigen und war dann so glücklich einen so tollen Tag erlebt zu haben. Aber vor allem darüber, dass ich den ganzen Tag dank der tollen Renneinteilung genießen konnte und sehr viele Impressionen sammeln und die Stimmung an der Strecke in mich aufsaugen konnte!

Danke

Unglaublich wie Ralf es geschafft hat in so kurzer Zeit so eine Leistung aus mir rauszuholen. Bemerkenswert fand ich aber, dass während des Trainings nur ganz selten Tage dabei waren, an denen ich mich nicht frisch gefühlt habe...

Maxx Freshness eben

Außerdem möchte ich mich auch bei allen Bedanken die mich an der Strecke oder auch nur in Gedanken unterstützt haben! Ihr wart super!

Wolfgang

 
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