Start Athleten Trainings - Blog Ironman Regensburg und wie alles begann ::von John::

Ironman Regensburg und wie alles begann ::von John::

Wie alles begann

Am 1. August 2010 fand der erste Ironman in Regensburg statt. Damals machte ich mich frühmorgens  mit dem Mountainbike auf dem Weg zum Guggenberger See um den ersten der drei Wettbewerbe zu verfolgen und vor allem meine Kumpels Asche, Jochen, Ralf und noch viele mehr anzufeuern. Bis zu diesem Zeitpunkt war für mich immer klar, eine Langdistanz werde ich nie in meinem Leben absolvieren. Diese wahnsinnigen Distanzen pro Disziplin und dann auch noch an einem Tag zu absolvieren, dass war für mich unvorstellbar. Vor dem Radfahren hatte ich die wenigste Angst, denn das hatte ich ja schon in unzähligen RTF´s bewiesen, dass mir die langen Strecken liegen, also je länger desto wohler fühlte ich mich. (gell Ralf ?) Ein größeres Problem sah ich in den anderen beiden Disziplinen! Gedanken, wie den Guggi längs und quer zu „durchpflügen“ und einen Marathon bin ich auch nie gelaufen, schossen durch meinen Kopf.
Die Super Stimmung am Guggi wurde dann beim abschließenden Marathon in der Altstadt noch übertroffen. Jetzt war es soweit, ich war vom Ironman Virus infiziert und hatte an diesem Tag den Entschluss gefasst, nächstes Jahr mache ich den IRONMAN in Regensburg mit.
Die absolut emotionalsten Momente erlebte ich abends beim Zieleinlauf in Stadtamhof.

Wo ich mit Sabrina und Jochen die letzten Finisher ins Ziel begleitete, wie kurz vor dem „Race off“ noch die älteste Teilnehmerin ins Ziel kam sowie das abschließende Feuerwerk.

Die Ironman – Vorbereitung

Eines war mir klar, für dieses große sportliche Ziel werde ich mich (das erste Mal) absolut akribisch und systematisch vorbereiten. Dementsprechend früh begann ich mit den Planungen für das nächste Jahr, also wie gestalte ich strategisch günstig meinen Urlaub um mich stressfrei auf den Saisonhöhepunkt vorzubereiten. Des Weiteren war mir bewusst,  dass ich eine professionelle Anleitung bzw. Trainer benötige der mich systematisch auf dieses Event vorbereitet.
Im Herbst letzen Jahres fasste Ralf den Entschluss den Übungsleiter (Trainerschein) im Triathlon zu machen. Ralf schilderte mir seine Visionen, also ein Team aufzubauen bei dem die Leitgedanken wie Spaß, Teamspirit, gemeinsam Wettkämpfe zu bestreiten, gemeinsame Teamkleidung, gemeinsame Schwimmseminare mit einem professionellen Schwimmtrainer, gemeinsame Trainingseinheiten, gemeinsame Trainingslager, einen Sportpsychologen, Ernährungsberatung …. Im Vordergrund stehen. Ich war von Anfang an von diesem Konzept begeistert! Deshalb kam für mich nur eine Person in Frage, natürlich Ralf! Es war einfach ein Glücksfall, dass genau zum richtigen Zeitpunkt diese Vision entstand. Dazu kannte Ralf meine Stärken wie keiner anderer. (Stichwort RTF ?)

Fazit

Damit war der wichtigste Meilenstein für das große Ziel gelegt! Das Team Laufstilanalyse.de mit Trainer Ralf Preißl.

Der Wettkampftag

Endlich, der 7. August 2011 war da!! Um 5:00 machte ich mich auf dem Weg zum Dultplatz (meine Schwester begleitete mich, denn Sie wollte unbedingt den Schwimmstart sehen) und fuhr dort mit einem der Busse zum Guggi. Ralf gab uns den Tipp lieber etwas früher rauszufahren, denn die Zeit bis zum Start vergeht viel zu schnell (Ralf hatte wieder einmal Recht ? )
Um ca. 5:35 am Guggi angekommen ging ich sofort zu meinem Rad, befreite es von der Abdeckung und begann es Wettkampfbereit zu machen. Also noch Luft aufpumpen, wo ich mich vom Radcenter Stadler unterstützen lies, was keine so gute Idee war, denn da waren lauter „Laien“ unterwegs und fast wäre es mir so gegangen wie Ralf in Erding! (aber es ging Gott sei Dank alles gut!)
Zurück zum Wechselplatz und  jetzt nur noch Wechselbeutel „After Race“ fertig machen und abgeben und dann rein in den Neo. Oh Gott, jetzt hatte ich noch dringend das Bedürfnis noch einmal aufs Klo zu gehen, nur bei allen Dixi Häuschen war eine Riesenschlange...
…Wahnsinn wie die Zeit verrennt! Ich entschloss mich doch in einen der ewig erscheinenden langen Schlangen einzureihen, war dann doch überrascht wie schnell es ging. Erleichtert im wahrsten Sinne des Wortes überprüfte ich zum letzen Mal meinen Wechselplatz, ging dann mit einem guten Gefühl (ca. 6:45) zum Schwimmstart.

Schwimmen

Jetzt waren es nur noch 15 Minuten bis zum Start! Auf dem Weg zu meinen Startplatz traf ich noch einige Freunde u. Bekannte u.a. Anna Petermichl, Ludwig und Asche  (ich kann euch sagen: Man war der Asche heiß auf den Wettkampf?)  gegenseitig wünschten wir uns alle viel Glück für den heutigen Wettkampftag. Wie mit Ralf und Anton vereinbart reihten wir (Mane und Tobi) uns ziemlich links ein, um den anfänglichen Hauen und Stechen zu entgehen.
Nur noch wenige Minuten bis zum Start…
Bei der Nationalhymne stieg dann die Anspannung ins „unermessliche“. Wahnsinn kann ich nur sagen, die Atmosphäre die mich im letzen Jahr schon als Zuschauer dermaßen faszinierte und jetzt stehe ich mitten unter 2200 „wahnsinnigen“, gigantisch. Jetzt nur noch ein paar Sekunden,  ein letztes „Shake hands“ mit Mane und Tobi und dann „ten, nine, eight, seven….“ und los geht’s! Endlich! (ich war bereit!) Ich versuchte so schnell wie möglich mein in letzen Monaten antrainiertes Wettkampftempo zu schwimmen. Und das klappte hervorragend! Bis an den Wendepunkten (gab es hier und dazu ein paar kleinere Keilereien) konnte ich die gesamte Strecke durchkraulen, vor einem Jahr noch unvorstellbar! Danke Anton!

Radfahren

Raus aus dem Guggi, mit Laufschritt an den vielen Zuschauern (Danke Susi für die lautstarke Anfeuerung ?) vorbei zu meinem Rad. Wiederum die Tipps von Ralf berücksichtigt und kein Stress erzeugen. Raus aus dem Neo, Helm auf, Trinken und das wichtigste die Startnummer nicht vergessen (bin ja prädestiniert dafür irgendetwas zu vergessen) und dann rauf aufs Rad. Die Stimmung ist klasse, ich höre von allen Seiten meinen Namen schreien (Danke Peter, Jürgen und wer sonst noch alles dort stand) Gänsehautstimmung pur!!!
Die ersten flachen 12km nach Sulzbach versuchte ich locker zu rollen, um meinen Puls wenigstens ein paar Schläge herunterzuschrauben bevor ich ihn zum langen Anstieg nach Brennberg wieder hochjagte.
Aber dank SRM fuhr ich den Berg kontrolliert hoch, auch hier standen bei dem Sauwetter sehr viele Zuschauer die uns anfeuerten (Vielen Dank Manuela und Jürgen?).  Ab Brennberg trat ich ein wenig stärker in die Pedale, was aber unter den Bedingungen sehr schwierig war. Dazu kam noch ein weiteres Handicap, beim Schwimmen kam ich mit dem Mittelfeld aus dem Wasser, deshalb war die Gefahr sehr groß von einer der vielen Kampfrichter eine Zeitstrafe aufgebrummt zu bekommen. Bis zum Ende der ersten Runde habe ich mich einigermaßen vorgearbeitet (Gott sei Dank ohne Zeitstrafe) und dank eines superschnellen „Boxenstopp“ an der Eigenverpflegungsstelle (Vielen Dank Jochen!!) konnte ich noch bevor der große „Pulk“ kam in die zweite Runde einbiegen.
In der zweiten Runde fühlte ich mich von Kilometer zu Kilometer wohler (bin ja lange Radstrecken gewöhnt?) und kam somit immer besser in meinen Rhythmus. Noch dazu war die Strecke jetzt frei und konnte jetzt meinen Speed fahren und die Strecke auch ein bisschen genießen, denn in allen Orten standen Zuschauer die uns anfeuerten. Mit einer Radzeit von 5h30 min kam ich am Dultplatz womit ich unter diesen schwierigen Bedingungen vollstens zufrieden bin.

Laufen

Nach dem der Wechsel vom Radfahren aufs Laufen hervorragend klappte ging ich mit guten Beinen auf die Laufstrecke.

Schon auf den ersten paar Metern war die Stimmung der absolute Wahnsinn! Da ich noch unnötiges Gewicht (CO2-Kartuschen) vom Radfahren mit mir herumschleppte, war es gut das Jochen gleich zu Beginn an der Laufstrecke stand. Somit konnte ich den unnötigen Ballast bei Jochen ablegen und mich „unbeschwert“ auf das Laufen konzentrieren. Im selben Augenblick überholte mich Andi Raelert, klopfte mir auf die Schultern und wünschte mir für den abschließenden Marathon viel Glück!
(ich vermute das lag nur daran weil Jochen und Andi sehr gut befreundet sind?). Das war schon cool und gab mir noch mehr Antrieb für die restlichen 40 Kilometer!
Aber jetzt musste ich meine Euphorie wieder ein wenig drosseln um nicht den Fehler zu machen die ersten Kilometer zu schnell anzugehen. Was gar nicht so einfach war, denn je näher ich zur Altstadt kam, desto mehr Zuschauer wurden es, desto mehr Bekannte, Freunde, Familie säumten die Strecke und feuerten mich an!
So spulte ich Runde für Runde ab. Ich lief den Marathon nur nach Gefühl, überraschender Weise hatte ich  in keiner Runde einen großen Durchhänger, was meine konstanten Rundenzeiten bestätigten. Die Zeit verging meines Erachtens sehr schnell und so bog ich auch schon in die letzte Runde ein. Wie mit Caro vereinbart durften wir uns in der letzten Runde mit Cola pushen. Was mir für die letzten paar Kilometer noch einmal einen super Auftrieb gab, wo ich noch einige Läufer hinter mir ließ (was aber für die Katz war ?) Die letzten paar Meter konzentrierte ich mich schon auf den Zieleinlauf, machte mich für das Fotofinish „Schön“, hab mein Trikot zugemacht, setzte die Brille ab und irgendwie in diesem Zeitraum habe ich den Abzweig in den Zielkanal verpasst. Meine Familie und Bekannten die mich schon sehnsüchtig im Ziel erwarteten, waren alle erschrocken als ich nicht in den Zielkanal einbog, sondern in die 5. Runde. (gut sie kennen mich ja mittlerweile alle?)
Aber dieses kleine Malheur konnte meine riesige Freude über den super gelungenen Tag nicht trüben und so genoss ich den Zieleinlauf in vollen Zügen. Der Zieleinlauf ist einfach Geil, man schwebt regelrecht auf den blauen Teppich dahin und wird von den Zuschauern ins Ziel getragen, diesen Augenblick werde ich nie vergessen!

Teamspirit und Resümee

Mein besonderer Dank gilt dem gesamten Team Laufstilanalyse.de, allem voran dem Gründer des Teams Ralf Preißl. Innerhalb eines Jahres ist aus einer Idee ein super tolles Team entstanden, bei dem jedes „einzelne Mosaiksteinchen“ zum Gesamtgebilde beiträgt. In diesem Team fühlt sich einfach jeder wohl, weil alle in dem Team dieselben Visionen verfolgen wie:
Teamspirit, nicht gegeneinander sondern miteinander Wettkämpfe zu bestreiten, gemeinsame Trainingseinheiten, gemeinsame Trainingslager…
Was Teamwork bewirkt das spiegelt sich an den Leistungssteigerungen jedes einzelnen wieder!
Einzigartig am Team Laufstilanalyse.de ist, dass hier das „Rundumpaket“ für Leistungsorientierten Triathlon angeboten wird.

John

In diesem Zuge möchte ich mich noch bei unserem Schwimmtrainer Anton Held für die perfekte Vorbereitung auf den Ironman bedanken. Durch seine Trainingspläne und seine vielen individuellen Tipps pro Trainingseinheit, konnte ich meine Schwimmleistung innerhalb eines Jahres „um 50%“ steigern.

Vielen Dank Done!

Des Weiteren möchte ich mich bei unserer Ernährungsexpertin Caroline Rauscher von der Ratsapotheke aus Kehlheim bedanken, für deine vielen wertvollen Tipps zur richtigen Ernährung vor und während des Ironmans. Dein „Hypo“ ist einfach der Wahnsinn. Vielen Dank Caro! Vielen Dank Ludwig für deine Hilfsbereitschaft und die perfekte Einstellung
meines Triathlonbike!
Außerdem bedanke ich mich bei unserem Sportpsychologen Jürgen Reiser für seine vielen nützlichen Strategien zur richtigen mentalen Vorbereitung auf den Ironman. Danke Jürgen!
Ganz besonders möchte ich mich bei unseren Trainer Ralf Preißl bedanken, für das was er aus mir in einem Jahr gemacht hat. Herzlichen Dank Ralf!
Bei meiner Familie die mir während der gesamten Vorbereitungszeit den Rücken frei hielt

VIELEN DANK!

Und zum Schluss möchte ich mich noch bei allen bedanken für die tolle Unterstützung, Anfeuerung, E-Mail, SMS, Glückwünsche…

 
Consulting & Layout: Tele-Crew OHG