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Mein erster Ironman oder „Der perfekte Tag“ ::von Hans G.::

Hans: IronmanBeim ersten Regensburger Ironman im August 2010 habe ich als einer der vielen Helfer die Athleten mit Getränken versorgt. Damals war ich so von der Veranstaltung, der Atmosphäre und vor allem der großartigen Leistung der Athleten fasziniert, dass ich unbedingt auch einmal dabei sein wollte. Und am 17.06.2012 war es dann soweit: ich startete beim Ironman in Regensburg. Unglaublich!

Zum Rennverlauf:

Schwimmen:

Vor der ersten Disziplin, hatte ich als schlechter Schwimmer die größte Angst. Hilfreich zum Nervositätsabbau war hier nochmals das gemeinsame Gespräch mit meinen Mitstreitern von „laufstilanalyse.de“ (Markus, Mane, Christoph), die ich bei den letzen Vorbereitungen kurz vor dem Start traf. Um dann im Wasser dem ganzen Getümmel etwas zu entkommen, habe ich mich direkt in der Mitte der Startzone platziert und bin mit den letzten Startern ins Wasser gestiegen. Die Strecke bis zur ersten großen Wendeboje, also so etwa bis zum ersten Kilometer, hatte ich ordentlich zu kämpfen und es fiel mir schwer, meinen Rhythmus zu finden. Immer wieder bekam ich einen Schlag auf den Kopf oder schwamm selbst auf den Vordermann auf. Da ich aber von vornherein schon das große „Hauen und Stechen“ befürchtet hatte, lies ich mich nicht aus der Ruhe bringen und versuchte meinen Stiefel zu schwimmen. Schließlich war ja hier das Durchkommen mein einziges Ziel. Ab Kilometer 1.5-2 hatte ich dann genügend Platz, fand einen vernünftigen Rhythmus und konnte bis zum Ende durchkraulen. Ich hatte auch das erste Mal das Gefühl, im Wasserschatten des Vordermannes gezogen zu werden. Glücklich, das Schwimmen gut überstanden zu haben (und mit 1:18h für mich auch noch in einer optimalen Zeit) stieg ich um aufs Rad.

Rad:

Hier war die von Ralf ausgegebene Strategie, in den ersten 2h nicht zu schnell anzugehen. Daran hielt ich mich strikt. Trotz relativ wenig Kraftaufwand konnte ich hier einen 30er Schnitt fahren, ohne den Puls nach oben schießen zu lassen. Als ich die erste Runde absolviert hatte und auch das zweite Mal Brennberg gut überstand, versuchte ich, das Mittel von 30km/h bis zum Schluss zu halten, um so in knapp unter 6h vom Rad steigen zu können. Während der ganzen Zeit habe ich unheimlich viel getrunken und gegessen und war froh, dass mein Magen alles problemlos mit machte. Immer wieder wurden wir Athleten von den vielen Zuschauern frenetisch gefeiert und angefeuert, was ein ums andere mal ein Gänsehautfeeling bei mir verursachte. Einfach unglaublich genial! Gepuscht von dem bis dato optimalen Rennverlauf und meinem absolut guten körperlichen Zustand wechselte ich auf meine stärkste Disziplin.

Lauf:

Die ersten Kilometer fühlte ich mich wie im siebten Himmel. Perfektes Wetter (mir liegt die Hitze), Massen von Zuschauern, Freunde, Bekannte, Arbeitskollegen und andere laufstilanalyse-Athleten am Streckenrand und ich als einer der Athleten mittendrin. Wahnsinn! Als mich dann auch noch meine Familie mit einheitlichen „Papa Go“ T-Shirts (für unsere Kinder Maximilian und Laura) und „Hans Go“ T-Shirts anfeuerte, hätte ich glatt los heulen können. Demzufolge war ich in der ersten Runde nur mit Tempodrosseln beschäftigt, um hinten raus nicht doch noch einzubrechen. Ich ging mit 5min/km und dem Ziel an, dieses Tempo so lange als möglich zu halten. Als es in die dritte Runde ging und ich immer noch keine Mühe hatte, dieses Tempo zu laufen, habe ich das erste Mal daran gedacht, dass ich meinen ersten Ironman finishen werde. Und ich konnte es sogar unter 11h schaffen! Ralf und die anderen Laufstilanalyse-Athleten an der Strecke riefen mir bei jeder Runde zu, dass ich total locker aussehe, was mich zusätzlich anspornte und bekräftigte. Die letzte Runde konnte ich dann, wenngleich die Beine nun schon schwerer wurden, in vollen Zügen genießen und ich beendete meinen perfekten Tag in für mich unglaublichen 10:56:02h.

Rückblick:

Möglich war das Ganze nur, durch die perfekte und professionelle Trainingsplanung von Ralf. Seit September letzten Jahres trainierte ich unter seiner Anleitung und in vielen Einheiten zusammen mit den anderen Triathleten von „laufstilanayse.de“. Mit großer Geduld beantwortete mir Ralf während dieser Phase meine Unmenge an Fragen, stellte den Trainingsplan um, wenn ich dienstlich oder privat in Zeitnot war und motivierte mich immer wieder, wenn ich ins Zweifeln geriet. Das Training war super abwechslungsreich und immer wieder gespickt mit Wettkämpfen und internen laufstilanalyse-Events (Schwimm-Test, Koppeleinheiten in der Gruppe, 3000m, …). Unbezahlbar auch die vielen, vielen Tipps aus seinem unerschöpflichen Erfahrungsschatz, die ich im Rahmen von Athletentreffen, Renn-Briefings oder dem Lauf-ABC mitbekam. Schlussendlich war ich auf den Punkt perfekt vorbereitet und mental sowie physisch topfit.


Im Nachhinein betrachtet verging die Zeit wie im Flug und speziell die härteren Einheiten zusammen in der Gruppe oder auch der „Ausflug“ nach St. Pölten haben mir unheimlich viel Spaß gemacht. Jungs, ich bin stolz darauf, bei Euch mitmachen zu dürfen.
Und: Ralf, Du bist einfach nur klasse und hast mir meinen großen sportlichen Traum erfüllt. Vielen, vielen Dank nochmals.

Hans: Ironman

 
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