Start Athleten Trainings - Blog Ungewohnt locker zu Platz 3

Ungewohnt locker zu Platz 3

::von Mane Seebauer::

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Blöd!!! Am Donnerstag ist das Armband meiner Pulsuhr gerissen und am Wochenende standen zwei Wettkämpfe an. Ich hatte aber Glück und bekam kurzfristig eine (Damen-) Pulsuhr ausgeliehen.
Für den Walhallalauf in Donaustauf (10 km) am 23.03.13 habe ich mich erst wenige Tage vor dem Start entschieden. Da der Start erst um 14:15 Uhr war, begann ich den Tag mit einem Morgenlauf um meine Lungen mit Sauerstoff zu dopen. Allerdings waren meine Beine dabei ungewohnt schwer. Hatte zwar am Sonntag zuvor einen gesteigerten Lauf über 27 km und am Dienstag noch Schwellenintervalle (10x4 Min), aber der wahre Grund dürften die unzähligen Treppen mit schweren Kisten meines Umzuges gewesen sein.

Beim Aufwärmen nachmittags vorm Wettkampf mit Silvia, Gerald und Christoph von laufstilanalyse.de waren meine schweren Beine aber kein Thema mehr. Zu sehr waren meine Gedanken mit der richtigen Laufbekleidung beschäftigt. Bei Temperaturen um den Gefrierpunkt und starkem Wind keine einfache Entscheidung. Viele Freunde von der laufstilanalyse.de-Crew waren derweilen im angenehm warmen Trainingslager auf den Kanaren und dezimierten dort die Fischbestände (Vertilgung und Abschreckung beim Swim & Run).

Nach meiner schlechten Wintervorbereitung (mehrere kleine Wehwehchen) habe ich erst kurz vorher mit Intervalltraining begonnen. Aber diese hat mir der Ralf punktgenau platziert und so fühlte ich mich durchaus in der Lage, trotz dem frühen Saisonzeitpunkt und Treppen auf der Strecke, eine 10 km Zeit von unter 40 Min zu laufen. Beim Blick auf die Starterliste malte ich mir sogar eine Platzierung in den Top Ten aus.

Die ersten beiden Kilometer versuchte ich noch, mich etwas zurück zu halten. Da aber zu viele Läufer an mir vorbei gezogen sind, wollte ich den Anschluss nicht verpassen und blieb dran. Nach ca. der Hälfte des Rennens verwarf ich meine Taktik von einem möglichst gleichmäßigen Rennen. Mit einen Zwischenspurt gelang es mir, mich von einer starken Gruppe zu lösen. Meine Hoffnung war, mir damit einen Respektabstand zu erarbeiten. Ich wollte damit in den letzten Minuten nicht in einer erkennbaren Schlagdistanz für meine Verfolger sein, wenn ich aufwärts an der Rampe zur Brücke erfahrungsgemäß Zeit verliere. Unzählige Male blickte ich besorgt nach hinten, aber der Abstand wurde sogar noch größer. Auf einer Gerade vorm Ziel sah ich dann das Führungsbegleitfahrrad und erkannte, dass nur zwei Läufer vor mir waren. Da der Abstand zu den beiden Führenden auf der kurze Reststrecke nicht mehr einzuholen war und sich die restlichen Läufer ausreichend weit hinter mir befanden, konnte ich ab diesem Zeitpunkt locker zu Ende laufen. Nach 39:27 Min und 10 km wurde ich beim Zieleinlauf mit Glückwünschen zum 3ten Platz überhäuft. Mein erstes Finish bei einer so kurzen Strecke, bei der ich im Ziel nicht wie verrückt nach Luft schnappte. Mit dem Sixpack, dass es dafür bei der Siegerehrung von der Spital Brauerei gab, wurde nicht angestoßen, da bereits am Tag darauf der 100 km Staffelwettbewerb in Kelheim anstand.

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