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Frontrunning is best! :: von Wolfi ::

Ziel erreicht – oder unverhofft zum Sieg

Ingolstadt Triathlon 2014:

Vorgeschichte:
Harte Läufe und müde Beine, am Samstag grad mal 40 Minuten gefahren, dann hatte ich Krämpfe vom Laufen die Tage zuvor…

SiegDer Wettkampf:
Schwimmen: durchschnittliche Schwimmleistung mit harten Armen und wieder ordentlich Rückstand

Rad: hart angefahren und gleich mal 10 Leute eingesammelt, plötzlich war dann da ein Polizeimotorrad in Sichtweite und ich habe realisiert, dass ich gerade auf den ersten auffahre. Habe mich bis zur Wende erstmal nur rangekämpft. Ich wusste auf dem Weg zurück geht es dann leicht fallend über knapp 10km zurück. Hier habe ich dann die Strecke genutzt und hab meine Stärke voll ausgespielt und bin halt einfach zurückgehämmert und hab die Führung (meine Erste) in einem Rennen übernommen. Bin sehr hart am Führenden vorbeigefahren um keinen Windschatten zu bieten. Ich war dann auf Anschlag weil ich merkte, dass ich nur langsam wegkomme. Plötzlich ging aber die Lücke richtig auf und ich habe gemerkt, dass mein „System“ jetzt richtig zu laufen beginnt. Die Polizeieskorte hat natürlich unbändig motiviert und auch die Anfeuerung durch die Zuschauer für den Führenden ist schon genial… yes… einfach nur geniesen!

Lauf: Erstmal hab ich den Radplatz nicht gefunden weil ich so aufgepushed war. „10 Sekunden dahin, du wirst dieses Rennen nicht im Laufen verlieren, reiß dich zam“ waren so meine Gedanken. Hab mich entschieden ohne Pulsuhr zu laufen, weil ich wusste ich muss sowieso Anschlag laufen. Bin dann mit gefühltem 10km Tempo losgelaufen, weil ich wusste dass ich erstmal etwas Vorsprung habe. Dieses Tempo war gefühlt OK, im Nachhinein war das Tempo aber meine Laufbestleistung. Habe immer versucht den Abstand nach hinten zu fixieren, geschätzt waren es so 400 m, was schon recht ordentlich war, hatte nicht gedacht, dass ich die Führenden am Rad so distanzieren würde, hatte mit 20-30 Sekunden gerechnet aber nicht mit über 1,5 Minuten Vorsprung. Je näher das Ziel kam, desto sicherer wurde ich mir, dass es reicht die Startwelle zu gewinnen. Ich versuchte mich aber weiter zu motivieren um das Tempo hochzuhalten um nicht noch von einem aus den anderen eigentlich schwächeren Startwellen abgefangen zu werden.
Fazit: Es hat gereicht und ich hab das Ding mit deutlichem Abstand gewonnen. Einfach nur brutal geil!  Muss jetzt einfach immer schauen als erster vom Rad zu steigen, damit ich mich vom Führungsradler dann ziehen lassen kann…

Danke Ralf (einfach nur perfekter Plan und brutal harte Gruppentrainings, sodass der eigentliche Wettkampf dann eher Erholung ist) und danke bikes-4-u für das perfekt eingestellte Bike (der Service unter der Woche hat den Unterschied gemacht, hab den Motor aber noch nicht gefunden).

Auf geht’s zu den eigentlich geplanten Saisonhöhepunkten!

 

 

Gedanken dannach:

muss scho sagen, da arbeitet man über jahre an seiner Leistung und rechnet gar ned mit sowas und plötzlich kommt man unerwartet in die Situation ein rennen gewinnen zu können...
im nachhinein ist des schon ein geiles gefühl, aber eigentlich stelle ich fest ist mein ziel gar ned unbedingt rennen zu gewinnen sondern einfach die Freude am Sport steht da bei mir schon im Vordergrund und die damit verbundene Verbesserung bzw. Veränderung über die Jahre...

Find des interessant, dass sich mein Körper jedes Jahr etwas anders anfühlt und a ganz andere Sachen plötzlich gut gehen und andere dafür nicht...

also i glaub für mi is des extrem wichtig nicht 2 ironman direkt nacheinander zu amchen sondern einfach dann mal ein jahr was anderes um wieder andere dinge zu lernen

aber natürlich nimmt man seinen ersten Sieg gerne mit, bin da extrem glücklich drüber, weil i weiß dass des nicht vielen vergönnt ist...

Tolle Erfahrung...

Wolfi

 
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