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Auf gutem Weg nach Hawaii

Burgkirchner Triathlet Klaus Rohracker hat Saisonplanung voll auf Ironman-Quali ausgerichtet

von Oliver Wagenknecht

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Flotter M-55er: Beim Berliner Halbmarathon war Klaus Rohracker (in Blau) unter 1172 Männern dieserAltersklasse der Zweitschnellste. Seine Zeit für 21,1km: eine Stunde, 20 Minuten, sechs Sekunden.

Der Berliner Halbmarathon ist bekannt für seine schnelle Strecke, die entsprechend gute Zeiten verspricht. Genau das Richtige für Klaus Rohracker: Der Triathlet aus Burgkirchen, der seit Jahresbeginn für das "Team Erdinger Alkoholfrei" startet, hat schließlich heuer noch große Ziele. Nichts weniger als ein Start bei der Langdistanz-WM in Kailua-Kona auf Hawaii ist sein Traum.

 

Und wie es aussieht, ist er auf gutem Weg dorthin. Rohracker – in jüngeren Jahren war er mal Eishockey-Regionalligaspieler, später Radrennfahrer und Marathonläufer – hat dies erst unlängst in Berlin wieder unter Beweis gestellt. Bei der 36. Auflage des Halbmarathons in der Bundeshauptstadt, größte Laufveranstaltung im Lande über die 21,1km, war er ganz weit vorne dabei. Kam unter fast 24000 Finishern an 279. Stelle ins Ziel. In seiner Klasse M55, in die Rohracker (Geburtsjahrgang 1961) gerade erst aufgerückt ist, war er gar der Zweitschnellste. Und das unter sage und schreibe 1172 Altersgenossen.

Er selbst kommentiert die Platzierung allerdings mit dem Wort "leider". Zu gerne hätte Rohracker den Klassensieg gehabt, ehrgeizig wie er ist. Mit seiner – wohlgemerkt starken – Nettozeit von 1:20:06 Stunden lag er letztlich aber doch deutlich hinter dem besten M-55er, dem Österreicher Alois Radlmayr von TriRun Linz (1:18:25).

Sei’s drum, die Saison ist noch lang, und der Berliner Halbmarathon war zwar in dieser frühen Phase ein Highlight, aber so richtig ernst wird es sowieso erst im Sommer. Genauer gesagt am 26. Juni. Dann findet in Klagenfurt nämlich der "Ironman Austria" statt und da geht’s um die Wurst, was die Hawaii-Tickets betrifft. Dem Erstplatzierten jeder Altersklasse steht ein so genannter Slot (befristete Startberechtigung) für den legendären, ältesten Langdistanz-Triathlon der Welt zu, der immer Mitte Oktober stattfindet, diesmal am 8.10.

Sein Ironman-Debüt gab Rohracker, im richtigen Leben als Technischer Angestellter bei der InfraServ Gendorf im Bereich Ver- und Entsorgung tätig, vor drei Jahren, ebenfalls in Klagenfurt. In 9:58:24 Stunden schaffte er damals eine Punktlandung bei seinem Zeitziel "unter zehn". Einzig mit der Quali für Hawaii hatte es damals nicht geklappt. Die besten drei der damaligen Klasse M50 bekamen ein Startrecht, Rohracker verfehlte dies als Achter. Für seinen jetzigen Anlauf rechnet er sich bei seiner selbst ausgerufenen "Mission to Kona 2016" bessere Erfolgschancen aus. Betreut vom Regensburger Ralf Preissl, 2013 selbst Hawaii-Finisher, wird er mit dessen Trainingsgruppe im Mai ein zehntägiges Trainingslager am Kalterersee in Südtirol absolvieren. Für die Generalprobe hat sich Rohracker, der von seiner Tochter Julia in Sachen Öffentlichkeitsarbeit und Ernährung unterstützt wird, den Triathlon in Ingolstadt Mitte Juni ausgesucht.

 

Bis dahin wird im Training und bei Unterdistanz-Wettkämpfen noch viel Schweiß fließen müssen. Den Halbmarathon in Berlin hat er – ebenso wie im Februar schon die Halbdistanz beim Thermen-Marathon in Bad Füssing und vor wenigen Tagen auch beim Wien-Marathon (1:24:02) – mit einem "komfortablen Wohlfühltempo" hinter sich gebracht. So bezeichnet einer wie Klaus Rohracker jedenfalls einen Schnitt von weniger als vier Minuten pro Kilometer. "Der Formaufbau für Klagenfurt", so sein zufriedenes Zwischenfazit, "scheint voll im Plan."

 
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