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Das perfekte Rennen – und was es mir über mich beigebracht hat ::von TOM::


TOMErstmal muss ich richtig tief ausatmen: „Puuuh!“ – und noch ein „Wooow!“ hinterherschieben. Da mich gerade eine Flut an adrenalingetränkten Gefühlen überschwemmt, bin ich noch etwas verwirrt und muss erstmal wieder klar kommen.

Es muss viel verarbeitet werden, da viel erlebt wurde, das mich nicht nur sportlich prägen wird. Was sich aber schon rauskristallisiert hat, ist ein vielleicht minimal eitler aber nicht minder verdienter Stolz auf meine Leistung bei meiner dritten, erfolgreich absolvierten Mitteldistanz beim Ironman 70.3 in St. Pölten vergangenen Sonntag. Ich habe das perfekte Rennen hingelegt – in meinen Augen. Und das sind die einzigen, die in diesem Fall zählen. Und das sage ich nicht um mich selbst zu beweihräuchern und nach Komplimenten zu fischen. Im Gegenteil sage ich das auch in dem Bewusstsein, dass ich Trainingspartnern, Material, der St. Pöltener Fanmeile und vor allem auch meiner Familie viel zu verdanken habe.


Eigentlich wollte ich überhaupt keine Rennberichte mehr veröffentlichen, weil ich tatsächlich eine neue Ebene für mich beschritten habe, die auch beinhaltet, dass ich nichts mehr an die große Glocke hängen möchte und das Alles, wirklich ALLES einfach für mich machen will. Es ist also nicht meine Intention, euch vor die Nase zu halten, was für ein toller Hecht ich bin, weil ich mit knapp 43 Jahren noch ganz gut in Schuss bin, vielleicht sogar fitter durchs Leben jage denn je. Nein, gar nicht. Erst seitdem ich erkannt habe, dass ich einzig und alleine mein Maßstab bin und es rein gar nichts bringt, ständig auf andere zu schauen, bringe ich die Leistung die ich mir immer gewünscht habe. Ich frag mich nicht mehr ständig, warum denn der Trainingspartner schneller schwimmt, obwohl er doch erst vor kurzem mit dem Triathlon angefangen hat. Nein. Nicht frustriert sein, weil man im Training als letzter ins Ziel kommt, sondern endlich erkennen, dass man nur besser werden kann, wenn man die Verbissenheit ablegt und manches akzeptiert wie es ist. In meinem Fall zählt dazu wohl unter anderem meine nicht allzu glorreiche Schwimmleistung. Hier habe ich in den letzten Rennen immer überpaced, weil ich im Grunde bessere Zeiten schwimmen konnte. Der Preis dafür waren ein zu hoher Puls und die logischerweise darauffolgenden Krämpfe.


Ralf hat mir hier in einem Vier-Augen-Gespräch selbige geöffnet und mir geraten, locker zu lassen. Einfach mit 2:15 Minuten auf 100m schwimmen und so dann endlich krampffrei ins restliche Rennen gehen. Ist ja logisch sagt ihr, aber ich sage euch, dass man das Ganze schon auch macht, weil man ein gewisses Wettkampf-Gen in sich trägt, welches einen dann aber leider oft an der falschen Stelle motiviert und einen über Grenzen gehen lässt, die zumindest im frühen Zeitpunkt eines Fünf-Stunden-Rennens völlig unangebracht sind. Ich habe viel gelernt in St. Pölten.

 

 


TomUnd warum erzähle ich euch das? Das erzähle ich euch, weil es mir eben nicht um Eigenlobhudelei geht, sondern weil ich etwas weitergeben möchte. Der Grund für diesen Rennbericht ist die Verteilung einer fetten Portion Motivation. Es ist meine Hoffnung, den ein oder anderen, der gerade eine minder gute Phase hat, aufzubauen. Deshalb wird – bevor es an den tatsächlichen Rennbericht geht – erstmal amtlich gejammert.

Die Vorgeschichte zu St. Pölten ist eine enorm holprige. Leider hatte ich die letzten sechs Monate viele gesundheitliche Rückschläge zu verdauen und konnte mal wieder nicht in dem Maße trainieren, wie ich es gern getan hätte. Ständig war was. Zum einen hat mich eine Erkältung nach der anderen heimgesucht. Dabei dachte ich naiverweise, dass diese schon längst der Vergangenheit angehören, weil ich ja jetzt so super fit bin und mich so gut ernähre wie nie zuvor und überhaupt… Pfiffkaas!

Es galt wochenlang, die Schniefnase zu säubern. Und dann waren da noch die ernsthafteren körperlichen Probleme. Ich habe zeitweise so mit mir gehadert, dass ich schon überlegt habe, ob es nicht sogar vernünftiger wäre, den Sport eine Weile ruhen zu lassen, bevor ich mir tatsächlich noch chronische Krankheiten einfange, die ich nie wieder loswerde. Die Angst, in der Verletzungspause etwas zu verpassen oder zu früh ins Training wiedereinzusteigen, weil man die Felle davonschwimmen sieht, war immer mit an Bord. Ich denke dieses Problem dürfte jeder ambitionierte Sportler gut kennen. Trotzdem habe ich nicht aufgegeben und immer wieder die gesunden Slots genutzt, damit der Faden nicht abreißt. Ein netter Nebeneffekt dieses Sports ist schon auch, dass man seinen Körper immer besser kennenlernt. Wenn auch oft von der negativen Seite.

Und nun genug des Jammerns! Ich wollte ja nur sagen, dass die Vorbereitung auf diesen Wettkampf alles andere als gut verlaufen ist, ich mich aber in St. Pölten darauf eingeschworen habe, dass ich eben seit ein paar Wochen nicht mehr krank gewesen bin und bis auf meine Probleme mit dem Rücken keine großen Beschwerden verzeichnen konnte. So habe ich mich am Tag vor dem Rennen konstant motiviert und mir mantraartig vorgebetet, dass eigentlich alles angerichtet ist. Meine wundervolle Familie inklusive Kinder war dabei und die paar Tage vorher am Plattensee haben mich auch so richtig in Stimmung gebracht. Die richtige Stimmung, in der man sich selbst hochpeitscht und sich sagt, „Auf was wartest du noch? Zeig doch mal was in dir steckt und hau so richtig einen raus!!“, die war da.

Aber nun zum Kern des Pudels. Lass mich dir erzählen, warum ich absolut geflashed hier auf der Liege unseres Gardasee-Appartements liege und grinse wie ein belämmertes Honigkuchenpferd, während ich das Rennen noch einmal Stück für Stück Revue passieren lasse. Mann, mann, mann, war das geil :-))

Völlig furchtlos stand ich am Sonntagmorgen um kurz nach 7 Uhr am See und wartete mit meinen Laufstilanalyse-Kollegen Uwe, Peter und Andy auf den Startschuss, der dann um 7:52 Uhr fiel. Als ich mit einem mehr oder weniger eleganten Köpfer ins Wasser gesprungen bin, war mir klar, dass jetzt gute fünf Stunden harte Arbeit vor mir liegen würden. Trotzdem hatte ich von Anfang an Selbstvertrauen und diese unheimliche Gewissheit, dass das eine sehr erfolgreiche Geschichte heute werden könnte. Ich habe meiner Steffi, die ja immer wieder an bestimmten Orten zur Stelle sein wollte, um mich anzufeuern, ein paar Punkte aufgeschrieben, wann ich denn wo sein werde. Es war schon fast gespenstisch wie meine Vorhersehung eingetroffen ist. Meine prognostizierte Traum-Zielzeit habe ich doch tatsächlich nach 1.9km Schwimmen, 90km Radfahren, 21km Laufen und 2 Wechsel um 38 Sekunden (!!!) verfehlt. Das kann ich eigentlich bis dato selbst noch nicht ganz glauben aber gehört wohl jetzt auch zu dem Punkt, mich richtig einzuschätzen und einzuordnen. Aber sorry – abgeschweift – zurück zum See:

 

Leider ist die Sonne noch sehr niedrig gestanden und meine beschlagene Brille hat es mir sehr schwer gemacht, mich zu orientieren. Ich bin stets weit neben dem Feld auf der Innenbahn geschwommen und habe deswegen kein bisschen von einem etwaigen Wasserschatten profitieren können. Im Nachhinein betrachtet, war es für mich aber das Allerbeste, dass ich völlig kontaktfrei in Ruhe meine Züge ziehen konnte und mich eben nicht zu hinreißen hab lassen, zu übertreiben. Völlig relaxed und sogar im Laufschritt die anderen auf der Brücke überholend habe ich gemerkt, dass meine Beine heute tatsächlich mitspielen und keine Anstalten machen zu verkrampfen. Nicht durchdrehen, Contenance bewahren und den zweiten See ebenso locker anzugehen, war angesagt. Leider habe ich mich auch in diesem wieder ein gutes Stück verschwommen, konnte aber trotzdem eine für mich superstarke Pace von unter 2 Minuten auf 100m verbuchen. Damit war das Soll mehr als erfüllt.

Beim Wechsel habe ich dann sogar mit Uwe noch ein bisschen geflachst, der phänomenalerweise doch tatsächlich bei 1.500 Startern den Platz genau neben mir erwischt hat. Wahnsinn, so locker habe ich ein Rennen wirklich noch nie gesehen und trotzdem war ich heiß und wollte einfach nur ballern. Die Wechselzeit war also ganz in Ordnung. Ich hatte auch an alles gedacht und mich auf’s Rad geschwungen. Danke hier nochmal an Peter, der mir in aller Frühe noch die Wechselbeutel nach meinen Instruktionen bestückt hat... Auf dem Bock wollte ich 2:45 Stunden aufs Parkett legen, was in etwa 33 km/h im Schnitt bedeuten würde. Eigentlich machbar aber ich hatte die Rechnung nicht mit dem Berg gemacht. Denn: Die ersten 30 Kilometer hatte ich 57 Minuten auf der Uhr. Das hat mich ein wenig frustriert, weil ich mit 190 Watt Durchschnittsleistung eigentlich mehr gedrückt hatte als ich dachte im Stande zu sein und somit nur 3 anstatt 5 Minuten im ersten Drittel gut gemacht hatte. War aber irgendwie auch dem starken Gegenwind auf der A1 zuzuschreiben, dachte ich mir. Na gut, dann musste ich halt doch noch mehr investieren und schaffte bei den zweiten 30km in der Wachau tatsächlich eine Zeit von 50 Minuten. Das Soll war also wieder erreicht. Aber dann…der Berg. Verdammt, die Durchschnitts-km/h-Leistung fiel schneller als Christiano Ronaldo im 16-Meter-Raum. Die 20 Minuten bergauf musste ich einfach zu viel einbüßen. Eine Bergziege werde ich wohl in diesem Sport nicht mehr. Jetzt konnte mich nur noch eine Kamikaze-Abfahrt zurück in die Spur bringen. Aber leider reichten die letzten 17 Kilometer einfach nicht mehr aus, auf die gewünschte Zeit zu kommen. Ich war aber dann auch hier mit meinen 2:48 Stunden absolut zufrieden und wusste, dass auf den nächsten 21 Kilometern einfach noch so viel passieren kann, dass ich mich davon jetzt mal nicht allzu sehr beirren lasse.

 

Ich werde doch nicht endlich gelernt haben, dass man Geduld mitbringen muss und man hintenraus immer noch mit einer starken Leistung sehr viele Athleten hinter sich lassen kann? Wow - ich glaube das war es, was Ralf mir Gebetsmühlenartig nun seit zwei Jahren versucht zu vermitteln. Und schwupps habe ich es auch schon kapiert. Cool. Das gefällt mir. ;-)

Hab ich eigentlich schon erwähnt, dass es immer heißer wurde und wir bestimmt schon 30 Grad im Schatten hatten als ich auf die Laufstrecke gegangen bin? Im Schatten war ich jedoch nie zu finden. Hm, aber macht mir die Hitze denn überhaupt etwas aus, fragte ich mich. Ist das vielleicht sogar eine meiner Stärken, dass mir der unerbittlich strahlende Planet gar keine Schwierigkeiten bereitet, während die meisten aber damit ordentlich zu kämpfen haben? Die eigenen Stärken erkennen und ausspielen, sagt Ralf doch immer – also komm her du, laues Sommerlüftchen –du kannst mir gar nix! Das dachte ich noch so in meinem Superheldenrausch… Und dann war es soweit. Es musste ja kommen. Mein Oberschenkelmuskel-Ansatz kurz über dem Knie beharrte plötzlich latent auf sein Anrecht zur Verkrampfung. Verdammt! Echt jetzt?!! Nach diesem grandiosen Rennen soll ich nach drei Kilometern die erste Gehpause einlegen und mich dann mit einer Zielzeit, die womöglich schlechter als die der zwei bisherigen 70.3er war, zufrieden geben? Waaaas? Ist das jetzt echt dein Ernst du Bitch von einem Oberschenkelmuskel-Ansatz kurz über dem Knie? Was wäre dann alles vorher Wert gewesen? Irgendwie nicht mehr viel, dachte ich mir, versuchte, den Krampf zu ignorieren soweit es ging und einen Schritt zu finden, der genau diese Partie weitestgehend in Ruhe lässt. Ohja, auch das habe ich gelernt :-) Man kann sagen, dass ich also auch gelernt habe, lernfähig zu sein.

Spekuliert hatte ich ja mit einer Zeit von 1:40 Stunden auf den Halbmarathon, was schon sehr hoch gegriffen war, da wir uns da ja dann doch bei einer Pace von 4:45 Minuten pro Kilometer befinden. Und wenn man bedenkt. dass ich den letzten Halbmarathon ohne den ganzen Krimskrams (Radeln, Schwimmen, ..) vorher, in Kallmünz mit 1:36 Stunden gefinished habe, ist das auch nicht ohne. Als das Signal des Muskels kam, habe ich dann sofort auf fünf Minuten pro Kilometer runtergedrosselt. Ich hätte sofort unterschrieben, hätte mir eine dunkle Macht einen zweifelhaften Tauschhandel angeboten. Einen á la: ich darf diese Pace bis ins Ziel halten und werde nicht zum Aufgeben gezwungen, muss dafür aber dann halt den ersten Freund meiner jüngsten Tochter an den Teufel verfüttern. Ich hätte viel in Kauf genommen! Es wäre dann ja immer noch eine Zeit von 1 Stunde 45 Minuten geworden. Hochgerechnet hätte das auch eine sehr gute Zielzeit ergeben. Also machte ich langsamer und dachte, schau ma mal, was passiert. Das ging dann ganz gut auf, so dass ich am Ende der ersten Runde sogar eine zweite Luft bekam und teilweise wie unter Strom eine 4:35 gelaufen bin. Das habe ich dann aber auch wieder korrigiert, denn das wäre einfach zu viel des Guten gewesen. Der Muskel wurde immer härter. Trotzdem wusste ich, dass die letzten sieben Kilometer irgendwie bezwingbar sind. Immer habe ich also hochgerechnet und festgestellt, dass jetzt sogar bei ein paar langsameren Kilometern immer noch eine Spitzenzeit drin sein würde. GRINS!!! Ich weiß nicht, was passiert wäre, hätte ich keinerlei Probleme gehabt. Mein Herz-Kreislauf-System war an dem Tag irgendwie unkaputtbar. Eingebogen in das Zielstück habe ich bemerkt, dass da tatsächlich eine 15 hinter den fünf Stunden stehen könnte. Also habe ich einen amtlichen Zielsprint ausgepackt wie er mir bisher noch nie gelungen ist – weder bei einem Marathon noch bei sonst einer sportlichen Veranstaltung. Bisher bin ich immer auf dem Zahnfleisch ins Ziel gekrochen – aber nicht heute. Heute war mein Tag und das Rennen einfach wie für mich gemacht.

Oder hab ich mir vielleicht das Rennen so gemacht und zurechtgelegt, wie ich es wollte? So oder so: Was für ein Gefühl?! DAS PERFEKTE RENNEN - zwar mit ein paar Ups and Downs aber die gehören zu jedem Sport und sind Teil der Reise vom Anfang zum Ende. Ganz ohne Problemchen oder Unvorhersehbares geht es einfach nicht aber man muss versuchen, schnellstmöglich Lösungen zu finden oder sich eben nicht groß davon beirren zu lassen, wenn es mal nicht so läuft, wie man sich das vorgestellt hat. Nur daran kannst du wachsen und gerüstet sein für die nächsten Aufgaben!

Weder die vollgelaufene Schwimmbrille beim beherzten Sprung ins Wasser, noch, dass ich nach bereits vier Kilometern auf dem Rad jemanden hintenreingefahren bin, weil ein Kollege plötzlich die Seite gewechselt hatte so dass es hat gekracht hat und wir waren schon ineinander gehakt und doch noch irgendwie frei gekommen sind, noch dass ich 30 Kilometer auch die halbvolle Getränkeflasche mit meiner Spezialmischung verloren hatte oder auch die brennende Blase an der Fußunterseite haben mich aus der Bahn geschmissen.

Trotz dieser kleinen Widrigkeiten hat alles gepasst. Ich bin weder unterversorgt ins Ziel getrudelt noch musste ich mich mit Krämpfen ab dem Schwimmausstieg rumplagen. Und ich kann mit einer für mich fantastischen Zielzeit von 5 Stunden und 15 Minuten auch Frieden mit dem Ironman 70.3. in St. Pölten schließen. Der hatte mir ja letztes Jahr jeden Rest an Freude auf meine erste Mitteldistanz mit widrigsten Wetterverhältnisse ordentlich vermiest. Im Gegenteil konnte ich gestern die Schönheit desselben Rennens in vollen Zügen genießen. Angefangen von zwei wunderbaren Seen, getrennt durch einen kleine Brücke, die man bei einem Landgang beziehungsweise -lauf überqueren darf, um dann eben in den zweiten zu springen und die letzten 900m zu absolvieren. Alleine das hat schon einen wunderbaren Charme. Danach geht es erst einmal mit dem Bike gut 20 Kilometer auf die gesperrte Autobahn. Auch etwas absolut besonderes, hier rumbrettern zu dürfen, wo sonst nur Autos und LKWs rauf dürfen. Aber dieses eine Mal im Jahr darf der Triathlet seinen Bock so richtig über den Asphalt jagen. Die Ausfahrt Traisenmauer genommen, geht es dann nach einem kleinen, netten Aufstieg für die nächsten 30 Kilometer in die wunderbare Wachau, direkt an der Donau entlang. Bei schönem Wetter fast mit wenig zu vergleichen und wir Bayern sind ja schon auch einiges an landschaftlichen optischen Reizen gewohnt. Wunderschön geht es dann auch über den längsten Anstieg des Tages recht anspruchsvoll hoch nach Gansbach. Aber wer schon mal mit Ralf im Trainingslager in Südtirol war, kann darüber nur müde lächeln ;-) Den Rest geht es dann konstant in leichtem Gefälle außer einem letzten, kleineren Anstieg zurück. Und dann kommt die Fanmeile und mit ihr die Meute, die einen frenetisch erwartet. Runter vom Rad, rein in die Laufschuhe und dann am Damm des Traisen in Richtung der idyllischen Innenstadt, wo noch mehr verrückte Fans ihr Bestes geben, damit auch du alles gibst. Zurück zur Fanmeile, kurz durchgelaufen und das Ganze noch nochmal, um die 21Kilometer endlich voll zu machen. Was für ein einmaliges Erlebnis! St. Pölten, wenn du magst, kannst du was. Es ist also wohl Liebe auf den zweiten Blick bei uns. Auch gut :-)

Ich weiß, ich klinge als hätte ich das Ding gewonnen. Das hab ich natürlich nicht – zumindest nicht das Rennen. Aber ich habe einiges an neuen Erkenntnissen, an mentaler Stärke und wertvollen Eindrücken gewonnen. Das ist mir Sieg genug.

Vielen Dank, Ralf, für deine Geduld. Ich glaube, es könnte sein, dass ich eventuell endlich fast ein bisschen verstanden habe, was du mir immer an Sportlerweisheit so einbleuen willst. Es umgesetzt zu haben, fühlt sich großartig an.

Ich habe von Anfang an daran geglaubt, dass dies mein Rennen werden könnte. Und das wurde es. Ich war 20 Minuten schneller im Ziel als im Jahr zuvor.

Euer Triatom


Hier noch ein paar Hard-Facts:

Platz 66 in der Altersklasse von 236 Startern

• Platz 445 gesamt von 1612 Startern

• Schwimmpace 1:58 / 100m

• Radleistung 181 Watt

• Halbmarathon 1:37 Stunden

• Gesamtzeit 5:15:38 Stunden

 

Tom

 
Consulting & Layout: Tele-Crew OHG