Start Athleten Trainings - Blog Mein erster Ironman 70.3 ::von Mane::

Mein erster Ironman 70.3 ::von Mane::

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Letzten Sonntag war es endlich so weit, mein erster Ironman 70.3 stand an. Für mein Debüt hatte ich mir St. Pölten ausgesucht. Voller Vorfreude reiste ich bereits am Donnerstagabend an um die Atmosphäre vor dem Rennen in Ruhe genießen zu können und Zeit zu haben noch die eine oder andere lockere Trainingseinheit auf der Wettkampfstrecke zu verbringen. Als ich am Freitag zum ersten Mal das Eventgelände betrat war schon eine deutliche Spannung zu spüren. Ich konnte es kaum noch erwarten bis es endlich los ging. Aber auch die ersten Zweifel wurden ...

 in meinem Kopf laut, ob ich das nach einem Jahr Triathlon wirklich schon durchstehen werde. Als ich am Freitag bei der Pasta Party unseren Schwimmcoach Done und Alex getroffen hatte waren die Zweifel wieder weg. Mit den beiden und Ralf war ich ja schon im März 2 Wochen auf Fuerteventura zum trainieren. Es war sofort klar, dass wir an diesem Wochenende genau so viel Spaß haben werden wie auf Fuerte.

Pre Race

Am Samstag habe ich noch einmal eine kleine Radeinheit auf dem Streckenabschnitt in der Wachau absolviert. Den Rest des Tages konzentrierte ich mich hauptsächlich auf die Nahrungsaufnahme, die sofort nach der Einheit in der Wachau begann und erst kurz vorm ins Bett gehen endete.
Am Sonntag klingelte um 3:30 Uhr der Wecker. Endlich Raceday! Vor Aufregung habe ich eh kaum geschlafen. Nach einem ausgiebigen Frühstück ging es in die Wechselzone die letzten Vorbereitungen am Rad und an den Transition-Bags vorzunehmen. In der Zwischenzeit war meine Herzfrequenz wohl schon im Ruhezustand im GA2-Bereich angekommen. Zum Glück hörte ich dann ein „Hey Mane!“, Alex und Done sind gekommen. Es war sehr beruhigend vertraute Gesichter zu sehen. Jetzt ging’s auch schon an den Start zum Viehofner See. Schnell noch den Neo anziehen. Meine Startwelle war direkt nach dem Start der Profis dran.

Schwimmen

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Plötzlich ging alles ganz schnell, ich war im Wasser und schon viel der Startschuss. Ich bin gut weg gekommen. Doch was will da an meinem Fußgelenk wegrutschen? Mein Zeitchip wurde im Startgewühl locker gerissen, ich musste ihn schnell enger machen sonst ist er ganz weg. Kein Problem, ich hab zwar einige Plätze verloren aber weiter geht’s. Nach knapp 300m habe ich gemerkt, dass mir die Schwimmgruppe zu schnell wird. Ich wollte relativ entspannt aus dem Wasser kommen und das war mit der Gruppe nicht möglich. Ich habe abreißen lassen und auf die nächste Gruppe gewartet. Leider war diese Gruppe etwas zu langsam, so musste ich zusammen mit einem anderen Schwimmer an der Spitze das Tempo machen. Bis zum Landgang hat das ganz gut funktioniert, aber ich habe mich entschieden mich doch wieder an die schnellere Gruppe zu hängen. Den Rückstand dachte ich mir, kann ich ja bei dem 300m langen Landgang zulaufen. Dabei bin ich ausgerutscht und gestützt. Zum Glück nichts verletzt, nur ein kurzes Ziehen in der rechten Wade. Aber schon ging’s weiter die letzten 1000m durch den Ratzersdorfer See. Durch den Sturtz habe ich etwas Anschluss an meine vorherige Schwimmgruppe verloren, aber den Rückstand konnte ich bald zuschwimmen und bin wieder mit dem anderen Athleten an der Spitze der Gruppe weiter geschwommen. Beim Ausstieg fühlte ich mich gut, die Zeit war auch OK für die leicht verhaltene Schwimmweise. Ich freute mich aufs Radfahren.

Radfahren

Der Wechsel lief gut und schon war ich mit dem Rad auf dem Abschnitt auf der Autobahn. Auf Grund der Auswertung der SRM-Daten der letzten Schlüsseleinheiten konnte Ralf mir einen genauen Plan an die Hand geben wann ich wie viel Watt im Wettkampf fahren kann um danach noch einen halbwegs vernünftigen Halbmarathon laufen zu können. Diese wertvollen Tipps habe ich natürlich genau befolgt. Ich war gut unterwegs und hatte dennoch nie das Gefühl, dass ich müde bin oder die Beine schwer werden. Alles lief genau nach Plan, bis ich von einem anderen Radfahrer überholt wurde. Er ist ganz normal direkt vor mir wieder rechts gefahren. Genau in dem Moment kam von hinten ein Motorrad mit einem Wettkampfrichter. Ich habe in der Zwischenzeit mit dem Treten aufgehört damit sich der 10m-Abstand langsam herstellt. Das war dem Wettkampfrichter zu langsam und er verpasste mir eine Zeitstrafe. In meinen Augen war die Strafe nicht gerechtfertigt, ich finde es zu viel verlangt in einem Wettkampf nach einem Überholvorgang aus der Aeroposition gehen zu müssen und auf die Bremse zu drücken. Leider hat mir die Strafe, die anschließende Diskussion und die Uneinigkeit der Wettkampfrichter untereinander an der Penaltybox mindestens 6 Minuten gekostet. Aber dann ging’s endlich weiter und den Rest der Radstrecke konnte ich wieder genau nach Plan zu Ende fahren.

 

Laufen

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In der Wechselzone angekommen merkte ich sofort, dass meine Beine sich noch sehr gut anfühlten. Ich lief den Halbmarathon mit der geplanten Pace von 4:30 min/km los. Trotz der mittlerweile enormen Hitze auf der Laufstrecke und des bereits langen Rennverlaufs hat es riesig Spaß gemacht. Doch nach 5km merkte ich wieder Schmerzen an der rechten Wade. Ich musste gleich an den Sturtz beim Schwimmen denken. Da ich noch 16km vor mir hatte beschloss ich Tempo raus zu nehmen und zu versuchen die Wade wieder locker zu bekommen. Doch nach 8km krampfte die Wade zum ersten Mal. Verdammt, noch 13km… Bis Kilometer 11 hatte ich mich einigermaßen an die immer wieder kehrenden Krämpfe gewohnt und beschloss die letzten 10 Kilometer wieder in meiner geplanten Pace von 4:30 min/km zu laufen. Ganz nach dem Motto „Schmerz vergeht, Stolz bleibt“. Einige Zeit habe ich das auch durchgehalten. Doch kurz vor Kilometer 16 waren dann die Krämpfe so heftig dass ein Laufen erstmal nicht mehre möglich war. Zu diesem Zeitpunkt hat mich Alex überholt und aufgemuntert mit ihm die restlichen paar Kilometer fertig zu laufen. Nach einem kurzen Versuch musste ich wieder abbrechen und stehen bleiben. Die restlichen 5km musste ich zwischen kurz Laufen und stehenbleiben und dehnen abwechseln. Leider wurden die Intervalle der Krämpfe immer kürzer und somit die Pausen immer häufiger.

Geschafft

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Doch irgendwann habe ich es dann doch ins Ziel geschafft und war sehr glücklich meinen ersten Ironman 70.3 ganz ordentlich gefinisht zu haben.
Möglich gemacht hat das alles das tolle abwechslungsreiche und zielgerichtete Training von Ralf und seine vielen wertvollen Tips. Vielen Dank Ralf dafür, es ist echt super bei dir und laufstilanalyse.de! Bedanken möchte ich mich auch noch bei Done und Alex für das super Wochenende, für ihre Tips und Hilfen und natürlich für die Aufmunterungen auf der Laufstrecke während meinen Krämpfen. Auch Danke an all die anderen die entweder dabei waren oder mir zu Hause die Daumen gedrückt haben.

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Consulting & Layout: Tele-Crew OHG