Start Athleten Trainings - Blog Mein erster Marathonlauf ::von Alexandra::

Mein erster Marathonlauf ::von Alexandra::

Bis Ende letzen Jahres habe ich immer zu mir selber gesagt – einen Marathon laufe ich NIE! Nach nahezu jedem HM-Wettkampf war ich so kaputt – das für mich erst einmal klar war max. 22 km und keinen Schritt weiter.
Aber - wie aus heiterem Himmel - war der Entschluss da – ich muss auch mal einen Marathon laufen. Die Frage war nur – wie trainiert man für einen Marathon, um letztendlich sicher zu sein – ich habe mich richtig vorbereitet – jetzt dürfte eigentlich nichts mehr schief gehen.

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Da bin ich auf laufstilanalyse.de aufmerksam geworden – und habe mir von Ralf Preissl einen Trainingsplan erstellen lassen, der exakt auf meine Lebensumstände abgestimmt war. Mit Lebensumständen meine ich – berufstätige Mutter von zwei Kindern (9 + 10 Jahre). Also das Training findet nahezu immer abends ab 18:00 Uhr oder wenn man ganz früh aus dem Bett kommt eben auch mal ab 4:00 Uhr statt. Aber so ist es wahrscheinlich bei den meisten. Ist ja nicht jeder Profi und kann davon leben!

Am 4.4.2011 habe ich dann mit meinem Trainingsplan begonnen. Es war wichtig für mich – täglich auf meinen Plan zu schauen – was als nächstes ansteht. Gibt einem so ein sicheres Gefühl – einen Rahmen eben – man macht es richtig! Ich möchte, dass mir jemand – in diesem Fall der Plan von laufstilanalyse.de – sagt was ich tun muss, um dieses Ziel zu erreichen. Und – um so sicher zu sein das Ziel auch zu erreichen.
Also nach guten 10 Wochen Training, die ich brav und diszipliniert eingehalten habe am Sonntag, den 05.06.2011 der große Tag.

Start um 8:30

Wie immer – bin ich mal wieder viel zu früh da gewesen. Bereits um 6:30 stand ich schon auf dem Parkplatz der Donau Arena. Aber – lieber zu früh als zu spät. So konnte ich noch ein bisschen spazieren gehen – Füße hochlegen – und das Angebot auf der Messe begutachten. Komisch so richtig nervös war ich immer noch nicht.

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Um 7:30

habe ich mich dann mit der Barbara und dem Hans getroffen.
Ich möchte an dieser Stelle erwähnen – der Hans ist mein Trainingspartner – also ich hatte definitiv einen exakt auf mich abgestimmten Trainingsplan – aber ich möchte hiermit nochmals auch dem Hans danken, dass er mich auf den langen Läufen, Bahntraining und natürlich auch heute begleitet hat. Die liebe Barbara hat uns heute super mit Getränken versorgt. Danke – und danke, dass ich immer mit dem Hans trainieren kann.

8:00 Uhr

noch mal die Toilette aufgesucht! So oft wie ich seit 6:30 auf der Toilette war – gehe ich manchmal den ganzen Tag nicht – aber – vielleicht bin ich doch ein bisschen nervös!

Habe ich auch die richtigen Schuhe an? Genug zu trinken dabei? Soll ich noch was essen? Fragen über Fragen – kann es nicht endlich 8:30 Uhr sein und wir können loslaufen. Komme mir so vor, wie ein Rennpferd das hinter diesem Gitter steht und trippelt und endlich raus will !

Endlich 8:30 Uhr

Startschuss – ganz schön viel los.

Wir – laufen im 5:20 Schnitt los – es geht alles ganz gut – ich halte mich daran, etwa alle 4-5 km zu trinken. Dann kommt km 20 – wir sind gut in der Zeit und konnten unseren 5:20 Schnitt halten. Die Läufer vom Halbmarathon biegen ab und wir müssen geradeaus weiterlaufen – und plötzlich – schwere Beine – kaputt – und der Gedanke jetzt kommt ja erst die zweite Runde – wie soll ich das schaffen…
Aber ich bin einfach weitergelaufen – und habe mir gedacht – ich kann doch jetzt nicht aufhören. Wann kommt die nächste Chance einen Marathon zu laufen. Und außerdem die anderen haben es auch geschafft, dann will ich das auch schaffen. Also zusammenreisen – Brust raus – Arme eng am Körper – und weiter geht’s.

Das zweite Mal durch die wunderschöne Altstadt von Regensburg – also die Stadt ist wirklich traumhaft – und es war auch mächtig Unterstützung von den Zuschauern und Musikern – aber KOPFSTEINPLASTER – da weis man was Schmerzen sind. Aber – Zähne zusammenbeißen und – weiterlaufen.

Ich will doch den Trainer nicht enttäuschen und mich selber natürlich auch nicht.

Ich kann nicht mehr genau sangen – wo km 39 war – aber plötzlich stand es da. Und da kam auch noch eine Verpflegungsstation – konnte ich mir erneut 3 Becher Wasser über den Kopf schütten. Das habe ich übrigens bei jeder Station gemacht. Ich war klatsch nass!

Oft haben wir auch eine Dusche mit dem Gartenschlauch von den Anwohnern bekommen. Puh – Gott sei Dank :-)

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So - die letzten 3 km waren schon extrem hart – da war plötzlich so ein kleiner Berg – eine Brücke – mir kam es aber vor wie ein sehr steiler Berg! Gut ich bin doch hochgekommen – wieder runter – die letzen 2 km! Noch 1 km um die Kurve und in die Donau Arena.

geschafft

Und dann waren es 42 km – geschafft! Bin schon stolz – obwohl ein paar Sekunden schneller und ich wäre in meiner AK 3. geworden. Aber vielleicht beim nächsten Mal!

Ich höre nicht auf und würde gerne noch weiterhin nach Trainingsplänen von laufstilanalyse.de laufen. Vielleicht wird’s nächstes Jahr doch was mit meinem ersten Triathlon – der Wille ist da – meine Vorbereitungszeit ist eben nur etwas länger!

Also lieber Ralf – vielen Dank für deinen Trainingsplan! Es wird hoffentlich nicht bei nur einem bleiben.

 

 
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